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DIE BAYEZIT-MOSCHEE
Die Moschee steht auf dem gleichnamigen Platz und gehört zu einem aus Medresse, Schule, Obdachlosenheim, Karawanserei und Bad bestehenden Komplex, den Sultan Beyazit II., der Sohn Fatih Sultan Mehmets, in den Jahren 1501 - 1508 errichten ließ. Zwischen den beiden Minaretten, von denen eines einen Umgang hat, liegt eine Distanz von 87 m. Der Bauplan der Moschee ähnelt dem der Hagia Sophia. Der Unterschied zwischen den beiden Sakralbauten liegt in dem besonderen Baustil der jeweils anderen Kultur.

DIE SÜLEYMANÝYE

 Diese Moschee, die als eines der schönsten Beispiele islamischer Moscheenbaukunst gilt, wurde von ihrem Baumeister und Architekten Sinan als 'mein Gesellenstück' bezeichnet. In bezug auf Stadtplanung, Technik, Dauerhaftigkeit, Ästhetik und Ausstattung ist das Bauwerk unübertroffen. Die Moschee gehört zu einem Komplex bestehend aus sechs Medressen, Schule, Armenküche, Obdachlosenheim, Druckerei, Karawanserei, Bad, Krankenhaus, Werkstätten, Geschäften und den Türben für Sultan Süleyman den Gesetzgeber, seine Gattin Roxelane (Hürrem Sultan) und den Baumeister Sinan. Der Komplex ist mit seinen sozialen und kulturellen Verbindungen der zweitgrößte nach dem Fatih-Moscheenkomplex.
Die Bauten wurden von 1550 - 1557 im Auftrag von Sultan Suleyman dem Gesetzgeber nach Plänen des Baumeisters Sinan errichtet. Die Sorgfalt, mit der sie auf einem Hügel in Stufen zu einem Ganzen ansteigen, fällt dem Betrachter sofort auf. Im Innenhof der Moschee ragen vier schlanke schlichte Minarete empor. Zwei von ihnen haben je zwei Umgänge, die beiden anderen je drei. Die zusammen zehn Umgänge sind ein Symbol für Sultan Suleyman als den zehnten osmanischen Herrscher.
Die Moschee ist so vollendet aufgebaut, daß auch nicht das geringste Detail die Wirkung eines anderen beeinträchtigen könnte. Dieses Baudenkmal widerspiegelt die Freude an einer sich selbst genügenden Kultur, ist weit entfernt von jeder Übertreibung und ohne die bautechnische Wirkung zu verletzen auf eindrucksvoll schlichte Art ausgeschmückt. Obwohl zu jener Zeit die Fayencenkunst in hoher Blüte stand, sind nur die Wände der Gebetsnische mit Fayencen verkleidet. Die für eine Moschee seltene Qualität der Akustik sollte man nicht übersehen. Im Innenhof steht die Türbe von Sultan Suleyman dem Gesetzgeber, links davon die mit außergewöhnlich schönen und feinen Fayencen verzierte Türbe von Hürrem Sultan und in der linken Ecke die des Baumeisters Sinan.

DIE MÝMAR SÝNAN - MAUSOLEUM

Die erhaben schlichte Tübe des großen Baumeisters und Architekten Sinan, die er für sich selbst entworfen hat, steht im Innenhof der Suleymaniye. Sinan ist 1588 gestorben.

DIE SULTAN SELÝM-MOSCHEE

Die Selimiye steht im gleichnamigen Stadtviertel in der Nähe des Stadttores Edirnekapý. Der Bau wurde 1522 unter Suleyman dem Gesetzgeber fertiggestellt. Aus der Inschrift über dem Haupteingang geht hervor, daß die Moschee auf Befehl von Sultan Selim I.errichtet wurde. Andere Quellen jedoch besagen, daß Selims Sohn sie zum Gedenken an seinen Vater erbauen ließ.Die Moschee ist sehr schlicht gebaut. Die Decke der Sultansloge im Moscheeinneren ist mit interessanten Verzierungen reichlich ausgeschmückt. Neben der Gebetsnische steht die achteckige Türbe des Yavuz Selim, deren Fenster- und Türrahmen und die Tür mit Perlmuttintarsien und deren Wände mit Fayencen mit herrlichen Kalligraphien geschmückt sind. In den anderen, ebenfalls mit selten schönen Fayencen verzierten Türben sind Verwandte von Suleyman dem Gesetzgeber und Sultan Abdülmecit bestattet.

DIE HASEKÝ-MOSCHEE

Die Moschee ist ein Werk Sinans und wurde 1538 im Namen von Hürrem Sultan, der Gattin Suleyman des Gesetzgebers, erbaut. Der elegante Komplex um die Moschee herum, der 1612 unter Sultan Ahmet II. erweitert wurde, umfaßt eine Medresse, eine Armenküche, ein Krankenhaus und einen Brunnen.

DIE YENÝ (NEUE) MOSCHEE

Die Moschee steht im Stadtteil Eminönü. Die Bauarbeiten begannen 1597 unter Safiye Sultan, der Mutter von Sultan Mehmet III. Als das Gebäude etwa Fensterhöhe erreicht hatte, starben der Sultan und seine Mutter. Das halbfertige Bauwerk wurde 1663 auf Anordnung von Turhan Sultan, der Mutter von Sultan Mehmet IV., vollendet.

Die feine Steinbearbeitung und besonders die Architektur der Sultansloge sowie die Fayencenverkleidung sind sehr schön. Interessant ist die Anordnung der vielen größeren und kleineren Kuppeln, die die Moschee überdecken.

DIE ÞEHZADE- ODER PRINZENMOSCHEE

Die Moschee steht umgeben von mehreren dazugehörigen Bauten im Stadtviertel Saraçhane im Zentrum gegenüber dem Rathaus. Sultan Suleyman der Gesetzgeber ließ sie von Sinan für seinen 1543 gestorbenen Sohn, den Kronprinzen Mehmet, 1544 errichten. Das Bauwerk war 1548 fertig. Der Komplex umfaßt außer der Moschee in der Mitte mehrere Medressen, Türben, eine Armenküche und eine Druckerei. Auffallend sind die einzigartigen Minarette und deren Verzierungen. Die Moschee ist mit ihrer schönen Linienführung und ihren eleganten Dimensionen, die sie von anderen Moscheen unterscheidet, das erste bedeutende Bauwerk Sinans.

DIE NURUOSMANIYE - MOSCHEE

Der Eingang zur Moschee ist am Bedeckten Basar. Die Bauarbeiten wurden unter Sultan Mahmut I. 1748 begonnen und nach dem Tod des Sultans unter dessen Nachfolger Sultan Osman II. 1755 vollendet.
Die Kalligraphien in der Moschee sind von hohem künstlerischen Wert und wurden von den bekannten Kalligraphen Rasim Eðrikapý und Ahmet Mumcuzade ausgeführt.

 

 

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